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Pädagogikbegleithund in der Kita

Ich möchte Ihnen gerne meinen Hund Fido und die gemeinsame Arbeit mit ihm in unserer Kita vorstellen. Fido ist ein Labrador und wir befinden uns zurzeit in der Weiterbildung zum Pädagogikbegleithundeteam.

Wie wird Fido in der Kita eingesetzt?

Damit Fido sich in der Kita wohlfühlt und sich an alle Gerüche und Geräusche gewöhnt, ist er von Anfang an mit mir in die Kita gekommen. Fido hat seinen festen Platz auf einer Decke bei mir im Büro. Mir ist es wichtig, dass Sie wissen, dass Fido nie ohne meine Begleitung in der Kita unterwegs ist. Kleingruppenangebote, Projekte oder individuelle Förderungen finden in entsprechenden Räumlichkeiten statt (nicht in den Gruppenräumen).

Gesundheit und Hygiene

Fido wird regelmäßig (im Abstand von drei Monaten) tierärztlich untersucht, um sicher zu gehen, dass er fit ist. Hunde können nachweislich das Allergierisiko senken. Nachdem die Kinder Kontakt mit Fido hatten, waschen wir selbstverständlich gründlich die Hände.

Was kann die gemeinsame Arbeit mit Kindern und einem Hund bewirken?

Die Kontaktaufnahme zwischen Kind und Hund wirkt sich besonders positiv auf sozioemotionale Fähigkeiten aus:

  • Förderung eines Verantwortungsbewusstseins
  • Förderung des Selbstbewusstseins
  • Zulassen von Körpernähe
  • Anregen von Kommunikation

Im Bereich Wahrnehmung und Motorik soll vor allem Folgendes gefördert werden:

  • Grob- und Feinmotorik / Koordin
  • Motivation zur Bewegung
  • Empathie

Im Bereich kognitive Fähigkeiten geht es um:

  • Ausdauer und Konzentration
  • Körpersprache und Sprache
  • Merkfähigkeit

Warum mit einem Hund?

Verschiedene Studien belegen, dass sich der Umgang zwischen Mensch und Hund positiv auf das Wohlbefinden auswirkt. So zeigte sich beispielsweise das Kinder in Stresssituationen entspannter sind und ihre Konzentrations- und Leistungsfähigkeit steigt.

Der Umgang mit dem Hund wirkt ausgleichend und beruhigend auf Kinder und fördert ihr Gefühl von Sicherheit und Vertrauen.

Kinder mit einem regelmäßigen und emotional positiv geprägten Kontakt zu Tieren können sich auch auf andere Kinder einstellen, bzw. sich in diese einfühlen. Der Hund gibt eine direkte Rückmeldung auf das Verhalten der Kinder. Der Hund bewertet nicht. Er interessiert sich nicht für die Geschichte, die Schwierigkeiten, oder die für den Menschen sichtbaren Einschränkungen. Wenn Kinder sich an die vereinbarten Regeln im Umgang mit dem Hund halten, dann können sie spüren, wie verlässlich und vorhersehbar der Hund reagiert. Der Hund ist dann ein unkritischer Bewunderer. Es steht daher nicht das „Problem“ des Kindes im Vordergrund, sondern die gemeinsame Arbeit mit dem Tier, sodass eine „Problembewältigung“ unbewusst geschieht.

Ich bin mir sicher, dass Ihre Kinder von der tiergestützten Pädagogik profitieren werden.