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Unsere pädagogische Arbeit

Die 100 Sprachen des Kinds

Ein Kind ist aus hundert gemacht.

Ein Kind hat hundert Sprachen, hundert Hände, hundert Gedanken, hundert Weisen zu denken, zu spielen, zu sprechen.

Hundert, immer hundert Weisen zu hören, zu staunen, zu lieben, hundert Freuden zu Singen und zu Verstehen.
Hundert Welten zu entdecken, hundert Welten zu erfinden, hundert Welten zu träumen.
Ein Kind hat hundert Sprachen, (und noch hundert, hundert, hundert),

aber neunundneunzig werden ihm geraubt.

Die Schule und die Kultur trennen ihm den Geist vom Körper. Sie sagen ihm, ohne Hände zu denken, ohne Kopf zu handeln, nur zu hören ohne zu sprechen, ohne Freuden zu verstehen, nur Ostern und Weihnachten zu staunen und zu lieben.
Sie sagen ihm, es soll die schon bestehende Welt entdecken.

Und von hundert werden ihm neunundneunzig geraubt. Sie sagen ihm, dass Spiel und Arbeit, Wirklichkeit und Fantasie, Wissenschaft und Vorstellungskraft, Himmel und Erde, Vernunft und Träume Dinge sind, die nicht zusammen passen.

Ihm wird also gesagt, dass es Hundert nicht gibt.

Das Kind aber sagt: „Und es gibt Hundert doch.“
Il bambino è fatto di cento.

Il bambino ha centolinguecentomani centopensieri, centomodi di pensare di giocare e di parlarecento sempre

centomodi di ascoltaredi stupire di amare
centoallegrie
per cantare e capire
centomondi da scoprire
centomondi da inventare
centomondi da sognare.
Il bambino ha centolingue
(e poicentocentocento

maglienerubanonovantanove.

La scuola e la culturagliseparano la
testadalcorpo.
Glidicono:
di pensare senza mani
di fare senza testa
di ascoltare e
di non parlare
di capire senza allegrie di amare e di stupirsi
solo a Pasqua e a Natale. Glidicono:

di scoprireilmondochec`ègià e di cento
glienerubanonovantanove.
Glidicono:
cheilgioco e illavoro
la realtà e la fantasia
la scienza e l’immaginazione
ilcielo e la terra
la ragione e ilsogno
sonocoseche non stannoinsieme.

Glidiconoinsommacheilcento non c’è.

Il bambinodice: inveceilcentoc’è.  

Reggiopädagogik

Wie schon zuvor beschrieben, gehen wir davon aus, dass ein Kind von Natur aus „100 Sprachen“ mitbringt. 100 Möglichkeiten zu denken, zu verstehen und zu spielen. Doch leider wird ein Kind in der heutigen Zeit so sehr in seinem Denken und seinem Handeln eingeschränkt, dass es meist nur noch nach vorgefertigten Mustern agiert, ohne Dinge zu hinterfragen oder nach eigenen Lösungen zu suchen.Wir möchten das Kind unterstützen, seine 100 Sprachen wieder zu finden. Wir sehen es als Konstrukteur seiner eigenen Entwicklung, seines Wissens und seines Könnens. Kinder sind eifrige Forscher und Gestalter. Wir begleiten und unterstützen sie in diesen Prozessen, belehren sie aber nicht.

Das Kind selbst weiß am besten, was es braucht und verfolgt mit Entschlossenheit und Wissbegierde die Entwicklung seiner Kompetenzen (Selbstbildungspotenziale). Durch Experimente, durch Versuch und Irrtum erweitert das Kind seine alltagspraktischen und sozialen Handlungskompetenzen. Eine wichtige Voraussetzung ist auch, dass im Forschungsprozess Fehler gemacht werden dürfen. Denn Lernen bedeutet, sich auf einen Weg machen, Hypothesen bilden, verwerfen und wieder neue Ideen finden

Des Weiteren finden sie in unserer Einrichtung keine vorgefertigten Wochenpläne, an denen sich die Kinder orientieren müssen. Unsere Tagesgeschehnisse entwickeln sich durch die Impulse der Kinder. Wir verzichten bei unserer Arbeit komplett auf vorgefertigte Arbeitsblätter oder Schablonen. Die Kunstwerke in unserem EntdeckungsReich sind genauso individuell, wie unsere Kinder.

In der Reggio-Pädagogik haben das Atelier, die Projektarbeit, sprechende Wände, sowie viele Spiegel und Podeste einen besonderen pädagogischen Stellenwert. Sollten Sie hierzu mehr erfahren wollen, freuen wir uns auf ein persönliches Gespräch.

Die Rolle der pädagogischen Fachkräfte

Unsere Aufgabe ist es, die Bedürfnisse der Kinder wahrzunehmen, auf sie einzugehen und zu Begleitern ihrer Lernschritte zu werden. Dabei begegnen wir ihnen auf Augenhöhe. Wichtig ist uns, dass unsere Beziehung zu dem Kind partnerschaftlich und wertschätzend ist. Wir nehmen die Interessen, Bedürfnisse, Kompetenzen und Themen der Kinder wahr und stärken sie in ihren Lernprozessen. Dafür bieten wir ihnen den Rahmen, den sie für ihre Entwicklung bedürfen. Wir sorgen für den benötigten Raum, ausreichend Zeit und schenken ihnen die notwendige Aufmerksamkeit. Unsere Aufgabe ist es nicht, dem Kind zu zeigen wie das Leben funktioniert, da unsere Perspektive nicht die des Kindes entsprechen muss. Vielmehr ermutigen wir das Kind eigenständig Antworten auf seine Fragen zu finden und unterschiedliche Herangehensweisen hierfür kennenzulernen.